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Forschungskooperation

Ein dreistufiger Weg — Forschung, Pilot, Standard — vermeidet den verbreiteten Bruch zwischen Forschungsergebnis und betrieblicher Praxis.

Der dreistufige Weg

**Erste Stufe: gemeinsamer Einsatz in der Forschungsphase.** Das kooperierende Unternehmen bringt reale Umgebungsmerkmale, tatsächliche Probleme und verfügbare Daten ein, das Institut Forschungsdesign und Methodik. Entscheidend ist die Wahl des Problems — angenommen werden nur Probleme, denen die Branche tatsächlich begegnet und für die es derzeit keine verlässliche Lösung gibt; Aufträge, für die ausgereifte Verfahren bestehen und nur die technische Umsetzung fehlt, werden nicht angenommen.

**Zweite Stufe: gemeinsame Erprobung in der Pilotphase.** Das Ergebnis wird in der realen Umgebung des kooperierenden Unternehmens erprobt; beide Seiten halten Wirkung, Grenzen und unerwartetes Verhalten gemeinsam fest. Das wichtigste Ergebnis dieser Stufe ist selten „es hat funktioniert", sondern „unter welchen Bedingungen es nicht gilt" — die Klärung der Randbedingungen ist meist wertvoller als der Schluss selbst.

**Dritte Stufe: Standardisierung.** Ergebnisse, die mehrfach erprobt wurden und stabil geblieben sind, gehen in das Standardsetzungsverfahren des COR Council. Ist ein Ergebnis Standard geworden, gehört es keinem einzelnen kooperierenden Unternehmen mehr, sondern wird zur gemeinsamen Grundlage der Branche — ein Recht, das sich das Institut in seinen Kooperationsbedingungen ausdrücklich vorbehält und zugleich einer der Gründe, warum die Branche bereit ist, reale Daten beizusteuern.

Technologietransfer

Angeboten werden drei Formen: Lizenzierung, gemeinsame Entwicklung und Auftragsforschung. Der Grundsatz lautet: Methodik und Kriterien gehen grundsätzlich in offene Standards ein, konkrete Implementierungen sind lizenzierbar; alles, was betriebliche Informationen des kooperierenden Unternehmens berührt, geht ausnahmslos erst nach Anonymisierung in öffentliche Ergebnisse ein.